Terminologie-Tools sind nicht nur für Übersetzer unverzichtbar. Auch Redakteure, die zur Übersetzung vorgesehene Texte wie etwa Handbücher oder Kataloge erstellen, profitieren von Werkzeugen zur Wahrung der terminologischen Konsistenz. Darunter versteht man die einheitliche Bezeichnung ein und desselben Gegenstands in der jeweiligen Sprache. Wünschenswert ist auch die Vermeidung von „verbotenen“ Benennungen, die beispielsweise aus dem Sprachgebrauch eines Konkurrenzunternehmens stammen können, veraltet sind oder mit negativen Konnotationen belegt sind. Wichtig ist natürlich auch die systematische Suche nach korrekter Terminologie; hierfür gibt es spezielle Tools, die in Sekundenschnelle entsprechende Quellen im Internet durchforsten können.

Das Kernstück: Die Termbank

Alle von Übersetzern verwendeten CAT-Systeme verfügen über integrierte Terminologie-Module, deren Kernstück eine Terminologie-Datenbank bildet, die so genannte „Termbank“ oder „Termbase„. Die Termbank liefert dem Übersetzer zu jedem Satz Vorschläge für die Übersetzung einzelner Wörter oder Wortgefüge. In den meisten Fällen zeigt sie auch „Tabuwörter“ an, die keinesfalls in der Übersetzung vorkommen dürfen, aber auch Benennungen, die nicht übersetzt werden sollen (z. B. Produktnamen). Termbanken müssen sorgfältig angelegt und gepflegt werden. Dieses Terminologie-Management ist ein unerlässlicher, kontinuierlicher Prozess. Im Idealfall beteiligen sich an der Pflege der Produkt-, Projekt- und Firmen-Terminologie alle am Übersetzungsprozess beteiligten Akteure, vom Auftraggeber über eine etwaige Zwischenstelle (z. B. eine Übersetzungsagentur) bis hin zu den Übersetzern und Lektoren. Dies macht Terminologie-Management zu einem sehr komplexen Prozess. Viele Terminologie-Datenbanken können servergestützt verwendet werden. Dies ermöglicht eine zentrale Bereitstellung und Verwaltung von Terminologie für alle Prozessbeteiligten.

Terminologie-Hosting

Neben den integrierten Terminologie-Tools der CAT-Systeme gewinnen zunehmend auch eigenständige Online-Termbanken an Bedeutung. Sie ermögliche ein plattformunabhängiges Hosting von Terminologie, verfügen aber in der Regel nur über „kalte“ Schnittstellen zu den marktführenden CAT-Systemens. Der Austausch von Terminologie mit solchen Systemen erfolgt also nicht durch direkte „Verzahnung“ mit dem CAT-System, sondern über Zwischenformate wie CSV oder TBX. Beispiele für eigenständige Online-Termbanken sind Evoterm, TermWiki und BasePortal.

Schöner Suchen

Wichtig für Übersetzer und Redakteure ist auch die Möglichkeit, hochwertige Terminologie in Online-Quellen schnell nachschlagen zu können. Für dieses Rapid On Line Lookup (ROLL) bieten sich Terminologie-Tools wie IntelliWebSearch oder MultiFultor an. Sie funktionieren, anders als die in den meisten CAT-Systemen integrierten ROLL-Tools, systemweit. Ihre Vorteile sind Schnelligkeit und selektive Suche; nachteilig an den heute verfügbaren Tools ist die meist fehlende Langzeitdokumentation der Suchanfragen, Suchquellen und Suchergebnisse.