Grenzenlose Kommunikation

Lokalisierung sorgt dafür, dass der Adressat die Herkunft der von ihm wahrgenommenen Produkte und Inhalte nicht als fremd empfindet – nicht nur auf sprachlicher Ebene. Lokalisierung verlangt viel Feingefühl und einen guten Blick für Details. Sie erfordert auch ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit, denn durch sie wird z. B. auch sichergestellt, dass sich die Sprachgebung einer Benutzeroberfläche in der Produktdokumentation (Online-Hilfe, Administratorhandbuch, Benutzerhandbuch, Installationshandbuch) exakt und konsistent widerspiegelt.

Wir und alle unsere mit Lokalisierungsaufgaben betrauten Kollegen sind versierte Fachübersetzer für IT und praktisch erfahrene Computeranwender, die sich besonders gut mit den kulturellen Besonderheiten der jeweiligen Zielmärkte auskennen.

 

Umfang der Lokalisierung

Die Lokalisierung umfasst unter anderem folgende Aufgaben:

  • Übersetzung von Benutzeroberflächen (GUI), Online-Hilfe und Handbüchern
  • Lokalisierung piktografischer und audiovisueller Inhalte
  • Umstellung von Dezimal- und 1000er-Trennzeichen, Zeitformaten, Maßeinheiten, Währungen u. dgl.
  • Kontrolle auf potenziell irritierende oder inakzeptable Inhalte
  • Usability-Tests nach technischen, linguistischen, logischen und kulturellen Kriterien

Diese Leistungen zielen einerseits auf ein bestimmtes Volumen an sprachlichen Inhalten ab, andererseits auf Fundiertheit und maximalen Nutzwert. Das macht die Quantifizierbarkeit der entsprechenden Liefergegenstände schwierig.

„Nicht alles Zählbare zählt, und nicht alles, was zählt, ist zählbar”.

(Albert Einstein)

Lokalisierung als Baustein der Globalisierung

Die Lokalisierung („L10n“) ist ein wichtiger Baustein im Übersetzungsprozess bzw. im Prozess der Globalisierung. Erst durch Lokalisierung werden z. B. Software-Anwendungen, Videoprodukte oder Computerspiele auf verschiedenen Zielmärkten erfolgreich oder überhaupt verkaufsfähig. Für  die globale Vermarktung vorgesehene Produkte werden zunächst „kultur- und sprachneutral“ konzipiert. Diese erste Phase wird als „Internationalisierung“ bezeichnet. An sie schließt sich die Phase der „Lokalisierung“ an. Hier wird das Produkt nach linguistischen, physischen, geschäftlichen, kulturellen und technischen Gesichtspunkten an den Zielmarkt angepasst.

Abgrenzung Übersetzung – Lokalisierung

Die Abgrenzung zwischen Übersetzung und Lokalisierung ist nicht immer einfach. Lokalisierung hat immer auch eine sprachliche Dimension, doch im Vergleich zur „klassischen“ Übersetzung haben auch übersprachliche Aspekte einen hohen Stellenwert. So kann z. B. eine ursprünglich in Deutschland angelegte Website nicht ohne kulturspezifische Anpassungen für die USA freigeschaltet werden. Neben der Übersetzung der Texte gilt es auch, Grafiken, Währungsangaben, Datums- und Adressformate, Telefonnummern, ja selbst bestimmte Farbkombinationen oder musikalische Untermalungen auf ihre Akzeptanz in der Zielkultur zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.